Grundregeln für alle Betroffenen bei Faulbrutausbruch

1. Der Bestand wird gesperrt. Bienenvölker, Schwärme und Königinnen dürfen daraus nicht weggebracht werden.

2. Es dürfen gebrauchte Bienenwohnungen, Imkergeräte, den gesamten Wabenbau,
sowie Bienenprodukte (Wachs, Honig) aus dem gesperrten Standort nicht
entfernt werden. Diese Gegenstände müssen ab so verwahrt sein, dass sie fremden Flugbienen unter keinen Umständen zugänglich sind. Ungebrauchte
Bienenwohnungen müssen verschlossen gehalten werden.

3. Die Maßnahmen zur Seuchenbekämpfung sind nach den Richtlinien des Institutes
für Bienenkunde, Spargelfeldstraße 191, 1220 Wien, unter Aufsicht und Anleitung
des Bienensachverständigen durchzuführen.

4. Die erkrankten Völker sind unverzüglich abzutöten, wenn diese schwach und nicht
sanierungswürdig sind. Bei sanierungswürdigen Völkern kann als imkerliche
Maßnahme die Kunstschwarmbildung durchgeführt werden.

5. Kommen die Betroffenen diesen Anordnungen nicht nach, so wird die Behandlung auf Ihre Kosten von der Behörde durchgeführt.

 

Rechtsgrundlagen
§ 6 und 7 des Bienenseuchengesetzes 1988,
§ 57 Abs. 1 des Allgemeinen Verwaltungsverfahrensgesetzes 1991.

Begründung
Bei der Untersuchung von Wabenproben aus dem betroffenen Bienenstand wurde von der AGES bzw. anderer Prüfstelle bösartige Faulbrut nachgewiesen.
Da es sich bei Gefahr im Verzuge um eine unaufschiebbare Maßnahme handelt, war die Behörde berechtigt, diesen Bescheid auch ohne Ihre vorherige Anhörung zu erlassen.